Zeitpunkte der Blutzuckermessung

Wann und wie oft Sie Ihren Blutzuckerwert messen sollten, hängt neben Ihrer Therapieform auch von Ihrer Stoffwechsellage und Ihren Lebensgewohnheiten ab. Daher besprechen Sie Ihre persönlichen Messzeitpunkte bitte mit Ihrem Arzt.


Nach dem Aufstehen

Die Nüchternwerte am Morgen sind das Ergebnis von Ereignissen der letzten Nacht. Ursachen für erhöhte Werte können eine zu geringe Dosis von Basalinsulin, eine späte protein- und fettreiche Mahlzeit oder die Gegenregulation auf eine unbemerkte Hypoglykämie, z.B. infolge von Sport oder Alkoholkonsum, sein.

Vor allen Hauptmahlzeiten

Der Blutzuckerwert vor der Mahlzeit ist gemeinsam mit der geplanten Kohlenhydrataufnahme Grundlage für die Berechnung der Bolusinsulindosis. Ist der Wert erhöht, sollte die Dosis des Mahlzeiteninsulins gemäß BE-Faktor/KE-Faktor erhöht werden. Ist der Messwert zu niedrig, sollten mehr Kohlenhydrate aufgenommen oder die geplante Insulindosis reduziert werden.

Nach den Hauptmahlzeiten

Der Blutzuckerwert ca. 2 Stunden nach Beginn der Mahlzeit kann zur Überprüfung der richtigen Schätzung von Broteinheiten (BE) oder Kohlenhydrateinheiten (KE) sowie der Insulindosierung herangezogen werden.

Vor dem Schlafengehen

Der Messwert vor dem Schlafengehen hilft sicherzustellen, dass die nächtliche Phase mit einem ausreichend hohen Blutzuckerspiegel beginnt, denn die Zellen des Körpers verbrauchen auch ohne Nahrungsaufnahme Glukose, z.B. für Herzschlag und Atmung.

In besonderen Situationen

Es können häufigere Messungen nötig sein, da der Blutzucker von zusätzlichen Faktoren beeinflusst wird, deren Auswirkungen weniger gut kalkulierbar sind. Körperliche Aktivität, allgemeine Erkrankungen oder wechselnde Tagesrhythmen, z.B. auf Reisen oder im Schichtbetrieb, sind solche Situationen.