Stoffwechselkontrolle gibt Sicherheit

Die Blutzuckermessung dient der regelmäßigen Kontrolle des bei Diabetes gestörten Glukosestoffwechsels. Insbesondere bei einer Insulintherapie ist die Blutzuckermessung unerlässlich, um die richtige Insulindosierung zu finden.

Während ein Zuviel an Insulin leicht zu einer Hypoglykämie führt, kommt es bei zu wenig Insulin zu einer Hyperglykämie, also zu hohen Blutzuckerwerten (Link). Länger anhaltende Hyperglykämien treten besonders dann auf, wenn unerwartete Situationen einen höheren Insulinbedarf mit sich bringen, der sich nur schwer vorhersagen lässt. In solchen Situationen kann es sinnvoll sein, neben vermehrten Blutzuckermessungen auch das sogenannte ß-Keton im Blut zu bestimmen, um einer diabetischen Ketoazidose vorzubeugen.


Situationen, in denen eine vorbeugende Ketonmessung von Vorteil ist:

  • Krankheitstage: Erkältung, Grippe und Fieber sind Stress für den Körper. Die Zellen brauchen Energie, auch wenn wir nicht essen mögen. Sie holen sie sich aus dem Fettabbau.
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall: Auch hier gilt: Wenn wir nicht essen, gewinnt der Körper Glukose aus den Speichern. Um sie zu verwerten brauchen wir Insulin.
  • Akuter Stress: Stresshormone wirken dem Insulin entgegen und sorgen für die Freisetzung von Glukose aus den Speichern in Leber und Fett. Der Insulinbedarf steigt, um die Glukose für die Zellen verfügbar zu machen.
  • Insulinein- oder umstellung: Ist die Dosis des neuen Insulins noch nicht optimiert, kann es zu einem erheblichen Mangel kommen.
  • Insulinpumpendefekt: Eine der häufigsten Ursachen für erhöhte Ketonwerte. Da mit dem kontinuierlich abgegebenen Insulin kein Depot erzeugt wird, kommt es bei Unterbrechung der Zufuhr sehr schnell zu einem akuten Mangel.
  • Schwangerschaft: In dieser besonderen Situation sinkt die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin. Gleichzeitig wirken Schwangerschaftshormone dem Insulin entgegen und sorgen für die Freisetzung von Glukose aus den Speicherformen. Der Insulinbedarf steigt.
  • Kortisontherapie: Kortison ist ein Hormon, das dem Insulin entgehen wirkt. Es kommt zu Reaktionen wie beim akuten Stress beschrieben.
  • Therapie mit SGLT2-Inhibitoren: Der Blutzucker wird gesenkt, indem Glukose über den Urin ausgeschieden wird. Gleichzeitig wird durch den niedrigeren Blutzuckerspiegel weniger Insulin ausgeschüttet. Sind jedoch, wie bei Diabetes Typ 2 häufig, die Zellen weniger empfindlich für Insulin, kann es vorkommen, dass nicht genügend Glukose in die Zellen gelangt. Infolge dieses Energiemangels werden Ketone produziert.

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